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Monographie Kein Zugriff

Schwierige Justiz

Die Prozesse wegen deutscher Kriegsverbrechen in Italien 1943-2013
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2026

Zusammenfassung

Die Verbrechen an der italienischen Zivilbevölkerung während der deutschen Besatzung 1943-1945 blieben jahrzehntelang ungesühnt. Was waren die Gründe für die langwierige juristische Aufarbeitung? Am Ende des Zweiten Weltkriegs blieb die juristische Verfolgung der Verbrechen, die während der deutschen Besatzung an der italienischen Zivilbevölkerung begangen wurden, stark eingeschränkt. Nur in einigen wenigen spektakulären Fällen wurde tatsächlich ermittelt. Die Alliierten verzichteten weitgehend darauf, die deutschen Täter zur Rechenschaft zu ziehen, und auch die Italiener beendeten diese Phase der Strafverfolgung - von wenigen Verurteilungen abgesehen - schon bald. Erst 1994 kam erneut Bewegung in die juristische Aufarbeitung, als im Palazzo Cesi in Rom, dem Sitz der italienischen Militärgeneralstaatsanwaltschaft, der sogenannte Schrank der Schande entdeckt wurde. Dort lagerten Hunderte von Gerichtsakten zu den zahlreichen zwischen 1943 und 1945 begangenen Kriegsverbrechen, die 1960 von der Militärgeneralstaatsanwaltschaft illegal archiviert worden waren. Die Gründe für die eingeschränkte, verzögerte und schließlich verweigerte Gerechtigkeit lagen unter anderem in der Staatsräson, dem Schutz der italienischen Kriegsverbrecher und einer militärischen Kultur, die weder der Verteidigung der Zivilbevölkerung im Krieg Priorität einräumte, noch bereit war, die Immunität der Uniformierten infrage zu stellen.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2026
ISBN-Print
978-3-8353-5918-5
ISBN-Online
978-3-8353-8872-7
Verlag
Wallstein, Göttingen
Reihe
Deutsche Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg
Band
2
Sprache
Deutsch
Seiten
157
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Inhalt Kein Zugriff
  1. Paolo Pezzino
    1. Gewalt gegen Zivilisten Kein Zugriff
    2. Die United Nations War Crimes Commission Kein Zugriff
    3. Die Haltung der italienischen Behörden Kein Zugriff
    4. Die britischen Pläne: Deutsche Generäle in Italien vor Gericht stellen Kein Zugriff
    5. Das Archiv der Ermittlungsverfahren bei der Militärgeneralstaatsanwaltschaft in Rom Kein Zugriff
    6. Das Problem der »italienischen Kriegsverbrecher nach Auffassung einiger ausländischer Staaten« Kein Zugriff
    7. Bald versanden die Anzeigen Kein Zugriff
    8. Die von den Alliierten abgehaltenen Prozesse Kein Zugriff
    9. Die von den Italienern abgehaltenen Prozesse Kein Zugriff
    10. Eine magere Bilanz Kein Zugriff
    11. Analyse der Gerichtsurteile Kein Zugriff
    12. Fazit Kein Zugriff
  2. Marco De Paolis
    1. Vorbemerkung Kein Zugriff
    2. Die Wiederauffindung der verborgenen Verfahrensakten Kein Zugriff
    3. Späte Prozesse: die zweite juristische Phase (1994–2002) Kein Zugriff
    4. Die Wiederaufnahme der Strafverfahren bei der Militärstaatsanwaltschaft von La Spezia (2002–2013) Kein Zugriff
    5. Probleme der Ermittlungen in La Spezia Kein Zugriff
    6. Innovationen aus den militärischen Untersuchungen und Prozessen in La Spezia Kein Zugriff
    7. Fazit Kein Zugriff
    1. Dokumente Kein Zugriff
    2. Personenregister Kein Zugriff

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